Musica Ahuse


Capella de la Torre

Erzsébet Báthory

am Samstag, 27. Juni 2026 um 19:30 Uhr
» ehem. Klosterkirche Auhausen

Mörderin oder Verleumdungsopfer?

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War sie tatsächlich »der weibliche Gilles de Rais«, eine »COUNTESS DRACULA«, oder Opfer einer politischen Intrige?

Elisabeth Báthory-Nádasdy (1560-1614) hat bis heute einen zweifelhaften Ruf: Sie soll auf ihren diversen Burgen, Land- und Wohnsitzen mehrere Hundert Mädchen gefoltert und getötet haben. Báthory erbte nach dem Tod ihres Gatten dessen gesamtes Vermögen und agierte daraufhin in der doch eher frauenuntypischen Rolle des Familienoberhaupts. Ihren Untertaninnen gegenüber legte sie eine menschenverachtende Grausamkeit an den Tag.  Aber ist das alles wahr, oder wurde die Gräfin im Zuge politischer Intrigen zu einem wehrlosen Verleumdungsopfer?

Folgen Sie der Capella de la Torre nach Ungarn und in die Zeit der Erzsébet Báthory, vielleicht gibt die Musik der Zeit neuen Aufschluss über die Ereignisse.

Musik aus Ungarn und Umgebung, Kompositionen von Balint Bakfark, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Giuseppa da Biabo, Jacobus Gallus, aus dem Codex Caioni u.a.

Annamária Lang - Sprecherin
Margaret Hunter - Sopran
Lisa Schöttl - Hackbrett
Hildegard Wippermann - Altpommer, Flöte
Yosuke Kurihara - Posaune
Regina Hahnke - Dulzian
Martina Fiedler - Orgel
Johannes Vogt - Laute
Mike Turnbull - Percussion
Katharina Bäuml - Schalmei und Leitung

www.capella-de-la-torre.de

Foto: Anna Kristina Bauer


2026-06-27-programm_capella_de_la_torre.pdf (367 kB)

Presse


Capella de la Torre "Erzsébet Báthory"

Musica Ahuse vom 18.07.2026

Im Rahmen des diesjährigen Programms "Klang der Frauen" schlug Capella de la Torre einen ungewöhnlichen Weg ein: Eingebettet in die dramatische Lebensgeschichte der Erzsebet Bathory, einer Frau aus einem mächtigen ungarischen Adelsgeschlecht um 1600 erklang Musik aus dieser Zeit von ungarischen und anderen Komponisten.

Aus der weiblichen Sicht der Protagonistin wurden Gerichtsakten aufbereitet und das Leben der Bathory erzählt. Ihre Stimme, von Annamaria Lang mit ungarischem Akzent charmant interpretiert, erklang aus dem Lautsprecher und leuchtete die unterschiedlichen Wertungen der geschichtlichen Vorgänge aus. Wurde sie zu recht angeklagt oder wurde sie nicht eher aus Habsucht, Missgunst, Frauenhass oder religiösen Gründen vor Gericht gezerrt? Diese Deutung legen die im Konzert dargelegten Schilderungen nahe.

Capella de la Torre, die weltweit bekannte Formation aus historischen Blasinstrumenten wie Schalmei, Pommer, Dulzian, Posaune, Laute, Orgel und Percussion wurde in diesem Konzert ergänzt durch die temperamentvolle Sopranistin Margaret Hunter und Lisa Schöttl am Hackbrett, eine echte Bereicherung. 

Ein perfektes Zusammenspiel, wie von Capella bekannt, allesamt virtuose Künstler, allen voran die Leiterin des Ensembles, Katharina Bäuml an der Schalmei. Kunstvolle und variantenreiche Arrangements boten den einzelnen Instrumentalisten Raum zu solistischen Auftritten und Improvisationen, die mitunter sehr modern anmuteten. Neben bekannten Weisen aus dem 16. Jahrhundert bekam das Publikum auch temperamentvolle ungarische Tänze von Giovanni Picchi oder Johann Wohlgemuth geboten oder ein "Amoris flammula" von Pal Esterhazy.

Ein Konzert, das nachwirkt durch seine phantasievollen Wechsel der Instrumentierungen, der vielseitigen Stimmungen von innig getragenen Stücken und pathetisch bis zu fröhlich-rhythmischen Interpretationen.

Monika Knecht-Frey

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